Die Bedeutung des Staates Israel für die Diaspora
TERMINE - Kult(ur)zeiten

Ari Rath, Israel

Mi, 15. Oktober 2008, 20.30 Uhr, Spielboden Dornbirn
Reihe Israel und die Diaspora - Die Diaspora und Israel  -  Zum 60. Jahrestag der Gründung eines jüdischen Staates im Nahen Osten  -  Die Bedeutung des Staates Israel für die Diaspora  -  Vortrag von Ari Rath (Jerusalem)
  

Reihe Israel und die Diaspora - Die Diaspora und Israel
Zum 60. Jahrestag der Gründung eines jüdischen Staates im Nahen Osten

Die Bedeutung des Staates Israel für die Diaspora

Vortrag von Ari Rath (Jerusalem)

Der Begriff einer jüdischen Diaspora beinhaltet das Bestehen eines geistigen, kulturellen und politischen Zentrums, das eine gewisse Ausstrahlung auf die jeweils bestehende Diaspora ausüben soll. Die Erwartung der Staatsgründer, dass nach der Entstehung des Staates Israel aus den Ruinen der Shoah die Mehrheit des jüdischen Volkes, auch aus freien demokratischen Ländern, in die neue jüdische Heimat strömen wird, hat sich nicht erfüllt. Ari Raths Vortrag wird sich mit Fragen der doppelten Loyalität, der Rolle des orthodoxen Judentums, der Zukunft der Siedlungen in den besetzten Gebieten und der Definition, ob Israel ein demokratischer, jüdischer Staat, oder ein säkularer, demokratischer Staat sein soll beschäftigen.

:::Freiklick:::>   Video 11.03.2008 : Living History mit Ari Rath und Paul Lendvai   

Ari Rath, 1925 in Wien geboren, nach dem "Anschluss" nach Palästina ausgewandert, war viele Jahre Chefredakteur der Jerusalem Post. Er ist bis heute ein streitbarer Verfechter einer friedlichen Koexistenz von Israelis und Palästinensern.

:::Freiklick:::>   Ari Rath - Wikipedia

Eintritt: Euro 7,-/4,-
Veranstaltungsort: Spielboden Dornbirn, Färbergasse 15, 6850 Dornbirn, www.spielboden.at

:::Freiklick:::>   Die Haltung der deutschen Linken zum Staat Israel                   

:::Freiklick:::>   FreE-Book: Theodor Herzl - Der Judenstaat                

:::Freiklick:::>   Online-Dossier: 60 Jahre Israel  

Museumskatalog Heimat Diaspora. Pünktlich zum Beginn der Sommersaison erscheint der neue Museumskatalog Heimat Diaspora. Das Jüdische Museum Hohenems, mit Beiträgen von Michael Köhlmeier, Kurt Greussing, Monika Helfer, Eva Grabherr, Vladimir Vertlib und zahlreichen anderen hochrangigen Autorinnen und Autoren. Gemeinsam mit einigen der Autorinnen und Autoren werden wir dieses prächtig illustrierte Buch der Öffentlichkeit vorstellen.

:::Freiklick:::>   Jüdisches Museum Hohenems         

Jüdisches Museum Hohenems
Villa Heimann-Rosenthal
Schweizer Strasse 5, A-6845 Hohenems
Tel. +43 (0)5576 73989 13
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www.jm-hohenems.at

Öffnungszeiten Museum und Café:
Di bis So und an Feiertagen 10 - 17
 

 

Diaspora – Dimensionen

Die neue Dauerausstellung des Jüdischen Museums Hohenems im Fokus

Das Jüdische Museum Hohenems will im Rahmen einer Veranstaltungsreihe die verschiedenen Aspekte jüdischer Geschichte und Gegenwart mit den Besuchern diskutieren, welche die Neukonzeption des Jüdischen Museums Hohenems geprägt haben. Dabei sollen Forschungsprojekte vorgestellt werden, die sich mit dem Verhältnis von Migration und Diaspora im Beziehungsraum der Hohenemser Juden beschäftigen, mit Integration und Eigenständigkeit, kulturellen und sozialen Konflikten und Veränderung.

 

Bereits erledigt:
 
 
Donnerstag, den 7. Februar 2008, 19.30:
Thomas Albrich, Daniela Jänsch, Stefan Weis, Simone Telser
(Universität Innsbruck)
Vorfahren – Nachfahren
Heiratsmigration, Netzwerke und die weltweiten Spuren der Jüdischen Gemeinde Hohenems (Am Freitag, den 8. Februar findet anschließend ein Workshop im Jüdischen Museum statt).

Eine Gruppe Studierender der Universität Innsbruck hat sich im Herbst 2006 im Rahmen eines Seminars von Professor Dr. Thomas Albrich daran gemacht, die Lebensgeschichten sechs jüdischer Familien aus der Gemeinde Hohenems zu erforschen. Ausgangspunkt waren die jeweiligen Stammväter der Familien im ausgehenden 17. Jahrhundert. War es anfangs nicht mehr als ein gewisses Grundinteresse, dass die Studierenden zur Teilnahme bewog, entwickelte sich im Laufe der Forschungsarbeiten ein regelrechter Wettbewerb, wer die faszinierendsten, außergewöhnlichsten, schicksalhaftesten Biografien rekonstruieren konnte und wie viele bisher unbekannte Familienmitglieder entdeckt wurden. Den größten Anreiz bot die Gewissheit, dass es heute noch Nachfahren zu den Urfamilien aus Hohenems gibt, jenen Burgauers und Reichenbachs, Löwengards, Hirschfelds oder Brentanos, die heute in der Schweiz, Deutschland oder in den USA fortexistieren.
Der Kontakt zu den Nachfahren und die gemeinsame Suche nach Spuren von Vorfahren in den letzten drei Jahrhunderten, in einem erst europäischen, dann weltweiten Netzwerk von Heirat, Migration und beruflicher Mobilität, führten zu beeindruckenden Ergebnissen.
 
Donnerstag, den 21. Februar 2008, 19.30:
Jörg Krummenacher (St. Gallen)
Flüchtiges Glück in der Schweiz
Aufnahme und Rückweisung jüdischer Flüchtlinge während des Zweiten Weltkrieges. Vorarlberger und St. Galler Grenzgeschichte im Kontext

Jörg Krummenacherhat intensiv den Umgang der Schweiz mit den Flüchtlingen an der Grenze zwischen Vorarlberg und St. Gallen und die Situation der Flüchtlinge im Kanton zwischen 1938 und 1945 erforscht und erzählt von Schmugglern und Fluchthelfern, couragierten und weniger couragierten Staatsdienern und Polizisten – ein Kapitel der Geschichte, in dem Hohenems und die Grenze am Alten Rhein eine lange Zeit eher tabuisierte Hauptrolle spielte. Sein Buch Flüchtiges Glück ist 2005 im Züricher Limmat Verlag erschienen.
 
Vor und während des Zweiten Weltkriegs gelangten insgesamt 50'000 Flüchtlinge über Vorarlberg in den Kanton St. Gallen, die meisten in den letzten Kriegswochen, als die Nazis Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge über die Grenze abschoben.

Doch die dramatischsten Ereignisse spielten sich in den Monaten nach der Machtübernahme der Nazis in Österreich ab: Allein über die Grenze Hohenems-Diepoldsau retteten sich 1938 fast 4000 vor allem jüdische Flüchtlinge vor der Verfolgung, unzählige wurden von der Schweiz gleichzeitig zurück- oder ausgewiesen. Jörg Krummenacher hat den Umgang mit den Flüchtlingen an der Grenze zwischen Vorarlberg und St. Gallen erforscht und zeigt die großen Fluchtbewegungen ebenso auf wie exemplarische Einzelschicksale: etwa des Grafen Janos Teleki aus Ungarn oder des Ludwig Herzer aus Wien, der am 29. November 1938 dank Hauptmann Grüninger in die Schweiz einreisen durfte - jener Ludwig Herzer, der die Libretti für die Operetten Franz Lehárs verfasst hatte, unter anderem "Das Land des Lächelns".

Jörg Krummenacher erzählt aber auch von Schmugglern und Fluchthelfern auf beiden Seiten, von Polizisten, Grenzwächtern und einem couragierten Schweizer Vizekonsul in Bregenz. Hohenems und die Grenze am Alten Rhein spielten damals eine lange Zeit eher tabuisierte Hauptrolle. Krummenachers Buch "Flüchtiges Glück" über die Flüchtlinge im Kanton St. Gallen ist 2005 im Züricher Limmat Verlag erschienen. Jüngst hat er zudem eine Untersuchung veröffentlicht, wonach die Schweiz zum Kriegsende, freilich zumeist nur für kurze Zeit, 50'000 Flüchtlinge mehr aufgenommen hat als bisher angenommen. Jörg Krummenacher ist Korrespondent der Neuen Zürcher Zeitung für die Ostschweiz und lebt in St. Gallen.

Eintritt: Euro 7,-/4,-
Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Hohenems
Kartenreservierungen: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können | Tel. 0043-(0)5576-73989-0   
 

Donnerstag, den 6. März 2008, 19.30:
Patrick Gleffe (Innsbruck)
Ein Reform-Krimi zwischen Hohenems und Lemberg
Der Mord an Rabbiner Abraham Kohn 1848 und seine Vorgeschichte

Patrick Gleffe arbeitet seit einigen Jahren in der Vermittlung des Jüdischen Museums Hohenems. Seine Forschungsarbeit über die Hohenemser Rabbiner führte ihn auch zur konfliktträchtigen Geschichte von Abraham Kohn, der in Hohenems die Reform einführte, bevor er 1844 nach Lemberg ging. Dort wurde Kohn 1848, vermutlich von einem orthodoxen Fanatiker, vergiftet, als er versuchte, die Umbrüche der Revolution 1848 auch gegen soziale Privilegien innerhalb der Gemeinde zu wenden.
Eintritt: Euro 7,-/4,-
Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Hohenems
Kartenreservierungen: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können | Tel. 0043-(0)5576-73989-0
 
Donnerstag, den 27. März 2008, 19.30:
Eva Grabherr (Dornbirn), Duygu Özkan (Wien)
Briefe nach Hohenems
Dichte Kommunikation, jüdische Bürgerlichkeit und Sprachkultur in translokalen Familienbeziehungen – Zeugnisse eines Integrationsprozesses an der Schwelle zum 19. Jahrhundert

Eva Grabherr, Gründungsdirektorin des Jüdischen Museums Hohenems und heutige Geschäftsführerin von okay. zusammenleben in Vorarlberg, hat ihre Dissertation Letters to Hohenems (2001) dem bis heute wichtigsten Brieffund in Hohenems gewidmet. Private Korrespondenz und Geschäftsbriefe der Familie Levi-Löwenberg aus den Jahren zwischen 1770 und 1850 wurden 1986 in einem Dachboden im Jüdischen Viertel gefunden und spielen in der neuen Dauerausstellung des Museums nun eine zentrale Rolle. Duygu Özkan erforscht für ihre Abschlussarbeit an der Universität Wien derzeit die Geschichte der Familie Ullmann aus Augsburg, die mit den Hohenemser Löwenbergs familiär eng verbunden war.
 
Donnerstag, den 10. April 2008, 19.30:
Madeleine Dreyfus, Daniel Gerson (Universität Basel)
Diaspora und Judentum zu Beginn des 21. Jahrhunderts: Das Beispiel der Schweiz
Polarisierung und Pluralisierung als Krisensymptom – zwischen Säkularisierung und Orthodoxie, Mischehen und Konversionen

Im Rahmen eines Forschungsprojektes am Institut für Jüdische Studien an der Universität Basel untersuchen Madeleine Dreyfus und Daniel Gerson gegenwärtige Veränderungsprozesse in den Jüdischen Gemeinden der Schweiz und an deren Rändern. Dabei spielen Herausforderungen an traditionelle Identitäten, wie interkonfessionelle Ehen, Säkularisierung von Lebenswelten, Neo-Orthodoxie und Konversionen eine besondere Rolle. Im Rahmen der Veranstaltung werden sie ihre aktuellen Forschungsergebnisse vorstellen.
 

Israel und die Diaspora - Die Diaspora und Israel

Zum 60. Jahrestag der Gründung eines jüdischen Staates im Nahen Osten
Eine gemeinsame Veranstaltungsreihe des Jüdischen Museums Hohenems und des Spielboden Dornbirn
Am 14. Mai 1948 wurde der Staat Israel gegründet. Mit dem Ende des britischen Mandats über Palästina und auf der Basis eines UN-Teilungsplans wurde ein jüdischer Staat ins Leben gerufen, der von seinen Nachbarn und der arabischen Bevölkerung Palästinas nicht akzeptiert wurde.
Bis heute beherrscht der Konflikt um Israel und Palästina die öffentlichen Debatten um den Nahen und Mittleren Osten. Auch wenn es immer wieder andere, tatsächlich weitaus blutigere Konflikte in dieser Region gegeben hat, dient der Kampf um das bescheidene Territorium und die Stadt Jerusalem als Symbol für die unterschiedlichsten Interessen in aller Welt.
Doch auch das Verhältnis zwischen Israel und der jüdischen Diaspora ist heute umstrittener denn je. Anders, als es die zionistische Utopie erträumt hat, ist Israel nicht das Ende der jüdischen Zerstreuung in der Welt, sondern ein Teil von ihr geworden. Und damit Anlass für viele neue und offene Fragen jüdischer Identität und des Zusammenlebens von Juden und Nicht-Juden.
In vier Veranstaltungen, zwei im Frühjahr und zwei im Herbst, wollen das Jüdische Museum Hohenems und der Spielboden für diese Fragen gemeinsam ein Podium bieten.

Die erste Veranstaltung der Reihe:

Donnerstag, den 24. April 2008, 19.30:

Isolde Charim (Wien)
Diaspora
Von der Rückkehr eines jüdischen Selbstbewusstseins

Isolde Charim, Philosophin, Publizistin und Lehrbeauftragte in Wien, diskutiert die Neuentdeckung der Diaspora in jüdischen Lebenswelten der Gegenwart. Ihre Veröffentlichungen kreisen um die Geschichte der Ideologien des 20. Jahrhunderts und um die Brüche zeitgenössischer, jüdischer – und österreichischer – Identitätsentwürfe. Derzeit kuratiert sie am Kreisky-Forum in Wien eine Veranstaltungsreihe zum Thema Diaspora, dem vieldeutigen „Zauberwort“ einer globalisierten Welt migrantisch geprägter Gesellschaften.
Isolde Charim arbeitet als freie Kolumnistin, unter anderem für den Standard, die taz und den Falter. Zu ihren Veröffentlichungen gehört u.a. der mit Doron Rabinovici gemeinsam herausgegebene Band Österreich. Berichte aus Quarantanien (2000).
Die Veranstaltung im Jüdischen Museum ist Teil einer Kooperation mit dem Spielboden in Dornbirn. Dort werden in weiteren Veranstaltungen in diesem Jahr, anlässlich des 60. Jahrestages der Gründung Israels, das Verhältnis zwischen Israel und der Diaspora Gegenstand weiterer, intensiver Erkundungen sein.
 
Mittwoch, den 21. Mai 2008, 19.30:

Sabine Schreiber (St. Gallen)

Von Hohenemser Kaufleuten und polnischen Hausierern

Kontinuitäten und Brüche in der Geschichte der jüdischen Gemeinschaft von St. Gallen in den Jahrzehnten vor und nach 1900
Sabine Schreiber hat, nach vielen Jahren der Forschung, die erste Gesamtdarstellung der St. Galler Gemeindegeschichte bis 1933 geschrieben. Ihre dichte Beschreibung einer widersprüchlichen Entwicklung pointiert die unterschiedlichen Einflüsse: von den Hohenemser Kaufleuten, die seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts in St. Gallen arbeiteten und lebten bis zu den "ost-jüdischen" Einwanderern um 1900, die ihre orthodoxe Lebenswelt aber auch die neue Idee des Zionismus in die Schweiz brachten. Ihr Buch Hirschfeld, Strauss, Malinsky: Jüdisches Leben in St. Gallen  1803 bis 1933 ist 2006 im Züricher Chronos Verlag
:::Freiklick:::>   CHRONOS VERLAG
Schreiber, Sabine
Hirschfeld, Strauss, Malinsky
Jüdisches Leben in St. Gallen 1803 bis 1933

Beiträge zur Geschichte und Kultur der Juden in der Schweiz. Schriftenreihe des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds, Band 11
2006. 404 S. 67 Abb. s/w Geb. CHF 48.00 / EUR 32.00
ISBN 978-3-0340-0777-1
 
Donnerstag, den 5. Juni 2008, 19.30:
Harald Walser (Feldkirch)
Nebeneinander oder Miteinander?
Die "Parallelgesellschaft" der politischen Christen- und Judengemeinden in Hohenems
Entstehungsbedingungen, Institutionen und Konflikte
 :::Freiklick:::>   Johann-August-Malin-Gesellschaft       
Harald Walser, Historiker und Mitbegründer der Johann-August-Malin-Gesellschaft in Vorarlberg, Direktor des Bundesgymnasiums in Feldkirch, hat schon in den 80er Jahren über die Sozialgeschichte der jüdischen Gemeinde in Hohenems geforscht, nicht zuletzt über die konfliktreiche Geschichte der jüdischen Schule. Im Kontext der einzigartigen Geschichte der Hohenemser politischen Doppelgemeinde diskutiert er die Frage, wie das Zusammen- oder Nebeneinanderleben von Juden und Christen im 19. Jahrhundert heute gedeutet werden kann. In seinen Veröffentlichungen, z.B. Bombengeschäfte. Vorarlbergs Wirtschaft in der NS-Zeit (Bregenz 1989) hat er sich mit den unterschiedlichsten Aspekten der regionalen NS-Geschichte beschäftigt.
 
Donnerstag, 19. Juni 2008, 19.00:
Michael Brenner (Universität München)
Displaced Persons – Displaced Identities
Die jüdischen Überlebenden als Streitobjekt der Nachkriegszeit in den alliierten Besatzungszonen in Deutschland und Österreich
Michael Brenner, Professor für Jüdische Geschichte und Kultur an der Universität München, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Brüchen jüdischer Geschichte in der Nachkriegszeit. Geprägt von der Erfahrung des Holocaust haben mehr als 200.000 jüdische Überlebende und Flüchtlinge als so genannte Displaced Persons in Kasernen und Camps, oder wie in Hohenems in requirierten Privathäusern, in den alliierten Besatzungszonen in Deutschland und Österreich gelebt. Und sie haben dort einen Neuanfang gemacht, der sie zumeist in die USA oder nach Israel, aber auch in die Realität der jüdischen Nachkriegsgemeinden geführt hat. Ihre Identität war heiß umkämpft, zwischen Tradition und neuen zionistischen Idealen, sie selbst hin und her gerissen zwischen der Hoffnung auf eine neue Familie und ein sicheres Leben – und der Erinnerung an die Vernichtung.
Zu Michael Brenners zahlreichen Veröffentlichungen gehören Nach dem Holocaust: Juden in Deutschland. 1945-1950 (München 1995) und Geschichte des Zionismus (München 2002).

 

Partikelgestöber - Pavel Schmidt. Skulpturen . Gefeiert wird außerdem die Eröffnung der ersten Sommerausstellung im Garten des Museums.

Partikelgestöber - Pavel Schmidt. Skulpturen
versammelt aktuelle Arbeiten des Schweizer Künstlers, die sich in ironischer Weise mit der Spannung zwischen klassischem Erbe und Kitsch beschäftigen. Davids Begegnung mit Venus und den Gartenzwergen der Nibelungen.

Pavel Schmidt, geboren 1956 in Pressburg, gehört zu den bedeutenden Zeichnern und Objektkünstlern unserer Zeit.

Programm:

17-24 Uhr: Sommerfest im Garten des Jüdischen Museums
Musik mit dem Christof Waibel Jazz & Blues Trio, Hohenems
Buffet und Fingerfood

18 Uhr: Eröffnung der Sommerausstellung im Museumsgarten
Partikelgestöber - Pavel Schmidt. Skulpturen

19 Uhr: Vorstellung des neuen Museumskatalogs
Heimat Diaspora. Das Jüdische Museum Hohenems

Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Hohenems, Schweizer Str. 5, A-6845 Hohenems
Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 12. Oktober 2008 )