Über die Produktion von öffentlicher Meinung zu NS-Regime und 2. Weltkrieg
Freihandbücherei - Free Papers
Über die Produktion von öffentlicher Meinung zu NS-Regime und 2. WeltkriegPopuläre Diskurse beziehen ihre Beharrlichkeit und ihre Macht aus einfachen Bildern und Formeln (wie jenen auf dem Lauteracher Kriegerdenkmal) sowie aus einer Atmosphäre, die derartige Bilder und Formeln plausibel, da unbeeinsprucht erscheinen lässt (Friedhöfe eignen sich gut zur Herstellung einer solchen Atmosphäre).
   

Solche Diskurse sind in der Regel immun gegen Einsprüche von “außen”, also von Personen oder durch Medien, die nicht zum Diskursfeld gehören. Das vorliegende Heft der “Kultur” wird folglich unter Lauterachern und Lauteracher Friedhofsbesuchern zu keiner Debatte über das Kriegerdenkmal und den Krieg führen. Ein Einspruch gegen den populären Diskurs würde nur gehört, wenn er von jemandem erfolgte, den man zum Diskursfeld zählt – etwa einem Kriegsteil­nehmer. Doch die haben über das, was sie getan und gesehen haben, nicht oft mit eigenen Worten gesprochen, weil ja schon bald festgelegt war, wie über das Getane und das Gesehene zu sprechen war.

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Träge Mentalitäten?
Über die Produktion von öffentlicher Meinung zu NS-Regime und 2. Weltkrieg
Erschienen in: KULTUR, 15. Jg., Nov. 2000, S. 18-21


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Letzte Aktualisierung ( Freitag, 31. Oktober 2008 )