Züricher Opernhaus macht Jugendarbeit
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Züricher Opernhaus macht JugendarbeitDas Zürcher Opernhaus spielt trotz eines vergleichsweisen kleinen Einzugsgebietes und einer international beachtenswerten niedrigen kantonalen Subventionierung in der ersten Liga der Opernhäuser der Welt  mit. Die Reform-Überlegungen trotz "Konjunktur" könnten auch für andere Kulturveranstalter beispielhaft sein.
  

Zukunftsszenarien. Auch wennn die Münchner Unternehmensberatung actori GmbH in ihrem Bericht feststellt, dass das Opernhaus Zürich wirtschaftlich und künstlerisch sehr erfolgreich ist, wird nachgedacht.Trotz deutlich kleinerem Einzugsgebiet und Besucherpotenzial als in anderen Opernstädten ist es mit einem Eigenfinanzierungsgrad von 44 Prozent und einer niedrigeren Subventionierung als die meisten vergleichbaren Häuser wirtschaftlich eine der besten deutschsprachigen Opern-Einrichtungen.

Einsparungen - man höre und staune - sieht man beim Verzicht auf "Top-Besetzungen" und die Einrichtung eines reinen Ensemble-Theaters ohne Gastsolisten. Deutlich weniger Neuproduktionen und Konzentration auf ein experimentelles, dramaturgisch geprägtes Musiktheater. Das Modell Stuttgart winkt.

:::Freiklick:::>   Zukunftsszenarien für das Zürcher Opernhaus, 22 S., pdf, 2,10 MB, (4.6.2008)

Dafür will man unter anderem bei der Jugendarbeit ansetzen. Das Opernhaus biete zwar ein gutes Programm für Kinder und Jugendliche, stosse aber an Kapazitätsgrenzen. Als Investition ins Opernhaus-Publikum der Zukunft empfiehlt das Gutachten deshalb, einen Teil der möglichen Einsparungen in die Kinder- und Jugendarbeit zu investieren.

:::Freiklick:::>   Vorarlberger Schein-Kulturbericht 2007

Blasmusik-Trara und Trachtenreigen. Vorarlbergs ziel- und kulturfremder Subventionismus dagegen verdeutlichen folgende Zahlen aus dem Kulturbericht 2007: Der Blasmusikverband ist mit 220.000 Euro gefördert worden, an den Chorverband gingen rund 104.000 Euro.  An feudale Zustände erinnert folgende Subvention:  Für das Symphonieorchester Vorarlberg Bregenz wurde mit insgesamt 356.000 Euro in den Steuertopf gelangt. Vielleicht ist deshalb der Kulturbericht als öffentlich zugängliche PDF-Datei  in den letzten Tagen verschwunden, gegen ein leeres Titelblatt ausgetauscht worden. Die Bürger sollen Missstände nicht nachvollziehen können.


Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 9. Juli 2008 )