Praxis - Basisdemokratie? - BarCamp - UnKonferenz - LivingWiki
WISSEN ist Macht. - A-Z Bürger-Empowerment
Basisdemokratisch: BarCamp - UnKonferenz - LivingWikiJede Zeit hat ihre soziale und politische Veranstaltungs-Architektur. So wie in den Nach-68ern das Sit-in, Teach-in und gar Bed-In (Lennon /Yoko Ono) Mode waren und politische Verkrustungen aufbrechen wollten, so kommt jetzt im Gefolge des Web 2.0 die sogenannte "Unkonferenz" zum Zuge.
  

Sit-in. Manch einer der seinerzeitigen Sit-in-Teilnehmer hat das Projekt in der Praxis mit Aussitzen verwechselt. Ob die Bar-Cams aber das zu halten vermögen, was euphorisch erwartet wird, kann noch nicht gesagt werden. Real dürfte hingegen sein, dass eine gesellschaftliche Verbreitung dieser basisdemokratisch intendierten  Organisationsform in den politischen Parteien über Propagandaveranstaltungen kaum hinauskommen dürfte. Dagegen spricht dort das Interesse an Geheimniskrämerei und publizistischen Vermarktungsstrategien. Offene Bewegungen und Initiativen dagegen könnten aber allemal Bürger und Ideen organisieren. In der Wirtschaft hat das Barcamping, namentlich auch in der österreichischen Touristikszene, bereits Eingang gefunden.

:::Freiklick:::>   Beispiel/Organisationsmuster für Barcamp-Newcomer: Socialcamp Berlin

Barcamps, Ad-hoc-Un-Konferenzen, LivingWikis. Sie verstehen sich als Orte des freien Wissensflusses, als das Funktionieren hierarchiefreier Kollaboration und Selbstorganisation jenseits des Webs. Lebende Wikis, wenn man so will. Sie sind aus dem Bedürfnis heraus entstanden, sich in einer offenen Umgebung auszutauschen und voneinander lernen zu  können. Ein Barcamp ist eine intensive Veranstaltung mit Diskussionen, Präsentationen, und Interaktion der Teilnehmer untereinander.

:::Freiklick:::>   Barcamp Köln - Video

Philosophie. Ein Barcamp kennt keine Zuschauerränge. Es gibt nur Spielfelder und Spieler. Es wird erwartet, dass alle Spieler eine Präsentation oder eine Session abhalten, bei einer mithelfen, oder sonstwie zum Gelingen der Veranstaltung beitragen. Der Ablaufplan für sämtliche Präsentationen wird erst am Tag selbst erstellt. Es schadet natürlich nicht sich schon im Vorfeld Gedanken zu machen oder sich auszutauschen. Wer immer eine Session leitet sollte auch dafür sorgen, dass sämtliche Mitschriften, Folien, Audio und Video ihrer Präsentationen im Web veröffentlicht werden. Dies soll sowohl den TeilnehmerInnen als auch denjenigen, die nicht selbst anwesend sein können, nutzen.

:::Freiklick:::>   Web 2.0 Der Film aus der Hochschule der Medien in Stuttgart behandelt auch das Barcamp


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Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 4. August 2009 )