Grüner Mist Bioenergie - Kleingeister von Greenpeace träumen weiter ...
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Grüner Mist: BioenergieBiodiesel in Deutschland wird neben Soja- auch aus Palmöl hergestellt. Der Soja-Diesel-Anteil beträgt sogar bis zu 75 Prozent.  Damit zerstört der Pflanzendiesel Urwald in Argentinien und Südostasien. Das ist das Ergebnis einer Greenpeace-Analyse, die  (26.5.08) in Berlin veröffentlicht wurde.
  

Von wegen klimafreundlich. In neun von 47 Proben konnte Palmöl-Diesel in Anteilen von fünf bis 25 Prozent nachgewiesen werden. Der Soja-Diesel-Anteil beträgt sogar bis zu 75 Prozent. Für den Export von Soja- und Palmöl zur Produktion von Agrodiesel werden in Indonesien und Argentinien Millionen Hektar Urwald gerodet. Greenpeace fordert die deutsche Bundesregierung auf, die Agrosprit-Beimischung abzuschaffen.Palmöl-Diesel wurde in reinem Agrodiesel (B100) aber auch in regulärem Diesel in Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen gefunden. Die höchsten Palmöl-Anteile finden sich in Proben von LKW-Tankstellen. Pflanzendiesel aus Palmöl wird unter anderem von dem weltweit größten Agrodieselproduzenten ADM in den Werken Hamburg und Leer hergestellt.
So weit  - so gut. Aber:
Greenpeace mit neuen grünen Kleidern. Dazugelernt hat allerdings auch Greenpeace mit ihren eindimensionalen Betrachtungen nicht und kann damit nicht vergessen machen, dass der Mist vom Biotreibstoff auch, oder gerade auf ihren kleinbürgerlichen Wiesen gewachsen ist. Nun soll durch intensive Energiepflanzungen, d.h. Düngung, und Gentechnik, Agrarland in Europa statt für die Lebensmittelproduktion für betuchte Autofahrer bereitgestellt werden. Die CO²-Einsparungspotentiale sind dabei schlicht von einer "Studie" erfunden. So behauptet Greenpeace nun: "Eine ebenfalls heute präsentierte Kurzstudie im Auftrag von Greenpeace belegt, dass die Klimaschutzziele der Bundesregierung ohne den Einsatz von Agrokraftstoffen sogar schneller erreicht werden können. Auf importierte Biomasse wird dabei vollständig verzichtet. Stattdessen werden Energiepflanzen, wie Mais oder Ackergras in Deutschland angebaut. Auf zwei Millionen Hektar Ackerfläche lassen sich so Energie zur Wärme und Stromgewinnung produzieren und rund zwölf Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) einsparen."

Die deutsche Bundesregierung will bis 2020 den Anteil der Agrokraftstoffe auf 17 Prozent erhöhen. Dadurch erhofft sich Kanzlerin Merkel im Rahmen ihres Integrierten Klima- und Energieprogramms (IKEP) jährlich neun Millionen Tonnen CO2 einzusparen. Bis zu 50 Prozent des Agrodiesels muss dafür importiert werden, da die Anbaufläche für deutschen Raps begrenzt ist. Wissenschaftler haben berechnet, dass es 423 Jahre dauert, bis durch den Einsatz von Palmöl einer indonesischen Plantage, die CO2-Emissionen durch die vorherige Urwaldzerstörung wieder kompensiert sein werden.

Effektiver Klimaschutz beginnt heute – nicht erst in 424 Jahren. Wir brauchen einen weltweiten Stopp der Entwaldung, eine Abkehr von der Sackgassen-Technologie Agrosprit und endlich ein Tempolimit von 120 Kilometer pro Stunde auf deutschen Autobahnen, sagt Alexander Hissting.

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 27. Mai 2008 )