FreE-Book: Herbert Marcuse - Zur Situation der Neuen Linken
Freihandbücherei - FreE Books
Herbert Marcuse, Neue Linke, 1968"... Ich möchte heute ein - so weit mir das möglich ist - realistisches Bild von der Situation der Linken vermitteln. Das verlangt einige theoretische Reflexionen, für die ich mich eigentlich nicht entschuldigen möchte, denn wenn die Linke gegen theoretische Betrachtungen allergisch wird, dann stimmt mit der Linken irgend etwas nicht. ..."
  

In dieser Rede von 1968 wird die undogmatische Linke und ihr möglicher Kampf für den libertären Sozialismus angesprochen:
:::Freiklick:::>  FreE-Book: Manuskript eines am 4.12.1968 in New York gehaltenen Festvortrages., pdf, 16 S.,115 KB.
Herbert Marcuse hatte sich schon früh in der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung und gegen den US-Krieg in Vietnam engagiert. Folgerichtig erkannte die "junge Protestbewegung" in dem "alten" kritischen Theoretiker daher ihren Kopf. Herbert Marcuse, 1898 in Berlin geboren, 1933 aus Deutschland emigriert, kehrte im Juli 1967 als Gastprofessor nach Berlin zurück. Einen Monat zuvor, am 2. Juni, war Benno Ohnesorg erschossen worden. Die Situation war gespannt. Die Erwartungen, die sich auf Marcuse richteten, waren hoch. "Ziele, Formen und Aussichten der Studentenbewegung" lautete das Thema eines von drei Vorträgen Marcuses an der FU Berlin. Marcuse bezog sich auf die amerikanische Studentenbewegung, die er jedoch als Teil einer größeren, internationalen Opposition sah, der sogenannten Neuen Linken. Deren Protest richtete sich, aus seiner Sicht, gegen "den allgegenwärtigen Druck des Systems", das "durch seine repressive und destruktive Produktivität immer unmenschlicher alles zur Ware" degradierte und nach außen mit "Terror" reagierte.
 
Siehe auch:
:::Freiklick:::>   FreE-Book: Herbert Marcuse - Repressive Toleranz             


Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 9. August 2009 )