Militärgeschichte aus der Perspektive des Weglaufens
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Militärgeschichte aus der Perspektive des WeglaufensDer in Kopenhagen lehrende Soziologe Henning Eichberg hat in der Zeitschrift zur Erforschung des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit,  (Duncker & Humblot Heft 3/2000) seine Untersuchung über "Desertion zwischen Individualisierung, Zivilgesellschaft, Macht und Markt" veröffentlicht.
  

Der Soziologe Henning Eichberg definiert anhand des Deserteurs eine neue Form der Sozialgeschichte des Militärs, die aus der Perspektive des "Verweigerers":
"Den Deserteur umgab lange Zeit ein eigentümliches Schweigen.
Gegenstand der Militärgeschichte war der Soldat, der kämpfte
oder doch wenigstens zur Verfügung stand, und nicht derjenige,
der weglief. Das Schweigen ist neueren Datums, denn im 18.
Jahrhundert war die Desertion durchaus ein öffentliches
Gesprächsthema. Doch dann verstummte der Diskurs, beginnend
mit einem Verstummen des Deserteurs selbst, und das gibt der
Figur des Deserteurs einen eigentümlichen Reiz, fast mehr noch
als die Aufregung über den "Verräter". Auch das Verstummen
ist, wie sich bei näherer Betrachtung zeigt, eine Art der
Rede. ..."

:::Freiklick:::>    Desertion zwischen Individualisierung, Zivilgesellschaft, Macht und Markt
Militärgeschichte aus der Perspektive des Weglaufens
 "Zeitschrift für Historische Forschung", 27:2(2000) 229-247.
Desertion zwischen Individualisierung, Zivilgesellschaft, Macht und Markt
Henning Eichberg, Kopenhagen
pdf, 82KB, 24 S. (2005)


ec
Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 1. November 2009 )