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Die Wüste kommt! PDF Drucken E-Mail
Freilager - Ökologie
Wüste, Desertifikation, Raubbau, Wald, Energieressourcen, Palmöl, Europa, Afrika, Aralsee, Hunger, Bevölkerungswachstum, Armutsflüchtlinge,Im Jahr 2025 werden 65 Millionen Menschen aus Afrika fliehen, die Ausbreitung der Wüsten kostet die Staatengemeinschaft schon heute 42 Milliarden US-Dollar. Viele der Armutsflüchtlinge in den Booten auf dem Weg zu den Kanarischen Inseln stammen schon heute aus verödeten Gegenden Afrikas.
  
Wüstenbildung. Das bedeutet einmal grundsätzlich Flächen, die austrocknen und unfruchtbar werden. Es ist die Zerstörung der natürlichen Ressourcen Boden, Wasser und Vegetation, und es ist ein nicht ohne Zutun von den Menschen verursachtes Problem. Der Klimawandel verstärkt diese Entwicklung, gilt aber nicht als die eigentliche Ursache.
UN-Konvention. Auf der Umweltkonferenz 1992 in Rio de Janeiro wurde die "Internationale Konvention zur Bekämpfung der Desertifikation" (CCD) ins Leben gerufen. Sie verbindet die Aspekte Naturschutz und Entwicklungspolitik noch stärker als die anderen Konventionen von Rio zum Klima und zur Biodiversität. Bei den Verhandlungen verliefen die Fronten zwischen arm und reich: Die Länder des Südens forderten mehr Geld, der Norden wiederum wollte zuerst die laufenden Programme besser umgesetzt wissen. Ende 1996 trat die CCD schließlich in Kraft - 172 Staaten haben sie inzwischen unterschrieben und verpflichten sich auf die dort festgelegten völkerrechtlich verbindlichen Grundsätze.

Desertifikation. Das ist nicht gleich Dürre und auch nicht einfach Ausbreitung der Wüsten. Desertifikation bedeutet die Ausbreitung wüstenähnlicher Verhältnisse in Gebiete hinein, in denen sie aufgrund der klimatischen Bedingungen eigentlich nicht existieren sollten. Sie ist nicht auf Afrika begrenzt. Große Teile des Mittelmeerraums, der ursprünglich von dichten Eichenwäldern bedeckt war, sind akut von Desertifikation bedroht. Heute findet man rund ums Mittelmeer nur noch niedrige Buschwälder. Der Aralsee (ehemalige UdSSR) trocknete wegen Ableitung der großen Zubringerflüsse immer mehr und mehr aus. 1960 war er noch das viertgrößte Binnenmeer der Erde - in den letzten knapp 40 Jahren ist der Aralsee auf 40 Prozent seiner ehemaligen Fläche und 20 Prozent seines ehemaligen Volumens geschrumpft. Feiner Sand vom ehemaligen Seegrund zusammen mit Salzstaub überweht weite landwirtschaftliche Flächen.
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Landnutzung. Der Mensch verursacht Desertifikation durch unangepaßte Landnutzung. Zu hoher Druck lastet auf den Ressourcen Boden, Brennholz und Wasser. Nun gestaltet sich mehr und mehr die Deckung der Heiz- und Verkehrsenergie auf "alternative" Ressourcen, die alle zu Lasten des Bodens, des Wassers und der Biodiversität gehen. Wird Ackerland übermäßig beansprucht und kann es sich nicht regenerieren, verliert der Boden wichtige Nährstoffe. Weltweit gehen pro Minute mindestens 28 Hektar Wald verloren – die Fläche von rund 40 Fußballfeldern. ie indonesische Papierindustrie verbraucht jährlich fast 30 Millionen Kubikmeter Holz – davon kommt nicht einmal ein Zehntel aus Plantagen, rund 90 Prozent stammen aus dem Regenwald. Der einst als unerschöpflich geltende Urwald auf Sumatra wird schon in wenigen Jahren vollends zerstört sein. Im brasilianischen Amazonasgebiet verschwinden täglich rund 7.000 Hektar Wald für neue Weideflächen und den Anbau von Soja. Mittlerweile baut Brasilien auf über 18 Millionen Hektar Fläche Soja an. Drei Viertel des hier erzeugten Sojaschrots werden in die EU exportiert – zumeist als Futter für Schweine und Rinder, die dann dank hoher Subventionen zu Dumpingpreisen auf den Weltmarkt geworfen werden. Immer mehr Urwald wird für die Anlage von Ölpalmenplantagen gerodet. Das meist als pflanzliches Fett deklarierte Palmöl findet sich in Waschmitteln, Margarine oder Schokolade wieder. Fast 90 Prozent des weltweit produzierten Palmöls stammen aus Indonesien und Malaysia.
Waldverlust. Die Statistiken der UNO weisen aus, dass der Waldverlust in den vergangenen Jahren leicht zurückgegangen ist. Das hat allerdings nichts damit zu tun, dass die Urwälder geschont würden. Vielmehr wird dem Waldverlust in den Tropen die Aufforstung in den Nadelwäldern des Nordens gegenübergestellt. Zudem wird die Definition dessen, was "Zerstörung" bedeutet immer enger gefasst. Umweltschützer werfen der UNO deshalb vor, das wahre Ausmaß der anhaltenden Abholzung bewusst zu verschleiern.
Letzte Aktualisierung ( Samstag, 22. März 2008 )
 
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