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Free mp3: Wessobrunner Schöpfungsgedicht PDF Drucken E-Mail
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Althochdeutsch, Stabreim, Wessobrunn, Gebet, bibelDas Wessobrunner Gebet ist in einer um 814 geschriebenen lateinischen Handschrift "versteckt". Das kurze althochdeutsche Schriftstück gilt als ältestes Beispiel christlicher Stabreimdichtung in der deutschen Literatur. Der Text enthält ein fragmentarisches Schöpfungsgedicht und eine Gebetsformel in Prosa.
  

Bayrisch. Für echte Bayern ist das "Wessobrunner Gebet" einfach das älteste erhaltene Dokument in bayrischer Sprache, für den Rest gilt es zumindest als ältestes Beispiel christlicher Stabreimdichtung in der deutschen Literatur. Den Namen hat das Gebet von seinem Auffindungsort, dem ehemaligen Kloster Wessobrunn. Der Ort Wessobrunn liegt auf einem Hügel südwestlich des Ammersees im Landkreis Weilheim, inmitten des so genannten Pfaffenwinkels. Das Werk hat seinen Namen von dem Kloster "monasterium Wessofontanum". Bei diesem Kloster handelt es sich um eine alte benediktinische Gründung. Als Gründungsjahr wird das Jahr 753 genannt, die Gründung soll durch Herzog Tassilo III erfolgt sein.

Heidenmission. Man geht davon aus, dass das Wessobrunner Gebet um 790 zum Zweck der Heidenmissionierung entstand. Die vorliegende Fassung ist in einer vermutlich im Jahr 814 im Bistum Augsburg fertig gestellten lateinischen Sammelhandschrift überliefert, welche in der Bayerischen Staatsbibliothek in München (Bay. Staatsbibliothek München, Signatur: Clm 22053, III, Bl.65v/66r) aufbewahrt wird.
:::Freiklick:::>   Anhören: Wessobrunner Gebet (Estampie)
Sternrune. Im Zentrum steht die "Kosmogonie", die Beschreibung des Weltenbeginns. Die Sprache verweist auf eine Niederschrift in Bayern. Ebenso sind ältere rheinfränkische Elemente vorhanden, und nachdem es nach Wortwahl, Inhalt und Form der Nachahmung eines angelsächsischen Schöpfungsgedichtes ist, könnte die erste Niederschrift aus Fulda stammen (Bonifatius). Die Entstehungszeit wird mit ca. 790 datiert. Weiters weist es eine "insulare" Schreibweise auf (Sternrune). Das lässt auf einen angelsächsischen Ursprung schließen.

Beim ersten Teil handelt es sich um eine Bearbeitung der Schöpfungsgeschichte in Form eines stabreimenden Fragments, das sowohl Elemente der christlichen Genesis als auch germanisch-heidnischer Mythen von der Entstehung der Welt beinhaltet, Die wesentlich germanischen Elemente kennzeichnen die Verse 1 - 5. In weiterer Folge wird das Bild eines einzigen, allmächtigen Gottes und Engels geschaffen. Der zweite Teil ist eine Gebetsformel in Prosa. Von Vers 10 bis 14, beginnt das eigentliche Gebet: "… gib mir durch deine Gnade rechten Glauben und guten Willen, den Teufeln zu widerstehen und das Böse zu meiden und deinen Willen zu befolgen.

Wessobrunner Gebet.

De Poeta

Dat gafregin ih mit firahim firiuuizzo meista,
dat ero ni uuas noh úfhimil,
noh paum ... noh pereg ni uuas, ni ... nohheinîig
noh sunna ni scein,
no mâno ni liuhta,
noh der mâreo sêo.
Dô dâr niuuiht ni uuas enteo ni uuenteo,
enti dô uuas der eino almahtîco cot, manno miltisto,
enti dâr uuârun auh manake mit inan cootlîhhe geistâ.
enti cot heilac ...
Cot almahtico,
du himil enti erda gaworachtos,
enti du mannun so manac coot
forgapi,
forgip mir in dino ganada
rehta galaupa
enti cotan willeon,
wistom enti spachida enti craft,
tiuflun za widarstantanne,
enti arc za piwisanne
enti dinan willeon za gauurchanne.
:::Freiklick:::>   Wessobrunner Gebet - Bibliotheca Augustana
Vom Dichter

Das erfuhr ich unter den Menschen als der Wunder größtes,
dass Erde nicht war, noch oben der Himmel,
nicht Baum ..., noch Berg nicht war, noch ... irgend etwas,
noch die Sonne nicht schien,
noch der Mond nicht leuchtete,
noch das herrliche Meer.
Als da nicht war an Enden und Wenden,
da war der eine allmächtige Gott, der Wesen gnädigstes,
und da waren mit ihm auch viele herrliche Geister.
Und Gott der heilige ...
Gott allmächtiger,
der du Himmel und Erde wirktest
und der du den Menschen so mannigfach Gutes
gegeben,
gib mir in deiner Gnade
rechten Glauben
und guten Willen,
Weisheit und Klugheit und Kraft,
den Teufeln zu widerstehen,
und das Böse (Arge) zurückzuweisen
und deinen Willen zu tun (wirken).
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eC
Letzte Aktualisierung ( Samstag, 6. Juni 2009 )
 
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