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Ethische Geldanlagen PDF Drucken E-Mail
Rat + Tatsachen - Verbraucher
Gedlanlage, Kapitalsparen, Bank, Börse, Aktien, Investmentfonds, fonds, RenditeEs geht nicht nur darum, wie die Regeln und Institutionen der internationalen Finanzmärkte so gestaltet und weiter entwickelt werden können, dass sie tatsächlich als "dienendes Glied der Wirtschaft" funktionieren, wie es unter anderen schon Oswald von Nell-Breuning, SJ gefordert hatte.
  

Grundatzpapier. Ein Grundsatzpapier mit dem Titel "Ethisches Investment - Mit Geldanlagen Verantwortung übernehmen" hat das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) in Bonn vorgestellt. Darin fordert der Laienverband katholischer Christen Anleger auf, die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Auswirkungen von Geldanlagen ins Kalkül zu ziehen.

:::Freiklick:::>   Geld ist nicht neutral (ZdK)

Gebote. Zwei Fragen dienen der Analyse, ob eine Geldanlage einer christlichen Ethik genügt: Fördert die Geldanlage Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung, indem sie arme Menschen in ihrem Bemühen um bessere Lebensbedingungen konkret unterstützt oder indem sie Unternehmen finanziert, deren Produkte und Herstellungsverfahren positiv für die Menschen, für die Umwelt und für die Volkswirtschaften gerade auch in Entwicklungs- und Schwellenländern sind? Da sind einmal konkrete "Verbote" und Gebote: Beteiligungen in der Rüstungs- oder Rotlichtbranche sollten, auch wenn die Renditen traditionell solide sind, tabu sein. Auch sollten Investoren Unternehmen meiden, die Kinderarbeit, Diskriminierung von Minderheiten, Missachtung von Menschen- und Gewerkschaftsrechten sowie Umweltzerstörung dulden oder gar fördern. An Positivkriterien zählt das Zentralkomitee Armutsbekämpfung durch Mikrokredite, Familienfreundlichkeit oder auch entwicklungsorientiertes staatliches Handeln auf. Um Konfliktfelder bei der Geldanlage zu meiden, bieten etwa kirchliche Banken ethisch-korrekte Sparbücher oder Zertifikate an. Auch kirchliche Anleger wie Pfarrgemeinden, Diözesen oder Orden sind aufgerufen, ihre Zuschüsse, Spendengelder und sonstige Einnahmen nach christlichen Wertmassstäben anzulegen.

:::Freiklick:::>   Geld und Ethik - Katholische Sozialakademie Österreichs

Doch Vorsicht. Die Vorsilbe Ethik-, Öko-, oder Umwelt- bei Investmentfonds und Vermögensverwaltungen ist vor allem eine clevere Marketing-Idee. In den Bedingungen solcher Fonds heißt es, dass Aktien nur von ethisch vertretbaren Firmen erworben werden dürfen, damit man nur solche Firmen finanziell unterstützt, die "saubere Gewinne" machen und nicht solche, die mit der Ausbeutung von Mensch, Tier und Umwelt Profit machen. Das hört sich gut an aber genau mit dieser Aussage wird dem Anleger etwas vorgegaukelt, was gar nicht stimmt.

Etikettenschwindel.
Wer Anlagen in Investmentfonds oder Vermögensverwaltungen tätigt - gleichgültig, ob mit oder ohne Etikett "ethisch" - , der investiert nicht direkt in die betreffenden Wirtschaftsunternehmen. Vielmehr stellt er einem Management sein Geld zur Verfügung, das damit an der Börse spekuliert. Schon im Jahr 1998 übertraf beispielsweise das Volumen des weltweiten Aktienhandels bereits deren Bestand, das heißt, dass im Durchschnitt jede Aktie pro Jahr mindestens einmal ihren Besitzer gewechselt hat. Das „Shareholder-Value“-Prinzip hat sich auch in Europa seinen fixen Einfluss erkämpft. Dieser Umstand erzeugt großen Druck auf die Unternehmen, den Investoren hohe Rendite und hohe Aktienkurse abzuliefern. Gewinn zu machen alleine reicht nicht mehr.

:::Freiklick:::>   Kulturen von Arbeit und Kapital

Spekulation. Aber Gewinne mit Börsenspekulation werden nur gemacht, wenn man ein Wertpapier von dem Vorbesitzer des Wertpapiers billiger kauft als man es irgendwann an einen anderen Spekulanten wieder verkauft. Läuft es umgekehrt, macht man Verluste, was vor allem Privatanlegern ausgesprochen häufig passiert. Doch darüber wird meist der Mantel der Verschwiegenheit ausgebreitet und auch so mancher leidgeprüfte Börsenfreund verfügt über erstaunliche Verdrängungsmechanismen. Letzte Bedenken werden von der Investmentindustrie mit geschickt gewählten Statistiken pseudowissenschaftlich zerstreut und Halbwahrheiten mit sehr begrenzter Aussagekraft für die Zukunft als Gesetzmäßigkeiten verkauft.

Umverteilung. Auch Durchschnitts-Verbraucher, die ihr Geld in Aktien oder Investmentfonds angelegt haben, erwarten sich hohe Renditen. Doch diese wird oft durch Freisetzung von Arbeitnehmern und andere Rationalisierungsmaßnahmen, aber auch durch umweltschädigendes Verhalten zu erzielen versucht. Es kommt dann schon vor, dass Arbeitnehmer ihr Geld in Aktien der eigenen Firma anlegen und dort zwecks Renditesteigerung gekündigt werden. Nach Angaben des Vorstandsvorsitzender der Dr. Jens Ehrhardt Kapital AG wurden an den Börsen in den Jahren 2000 bis 2003 zwölf Billionen Dollar vernichtet. Beeindruckend und doch mit Verlaub ein ausgesprochener Blödsinn. Geld wird dort nicht vernichtet. Es wechselt bloß den Besitzer. Die Börse ist eine Umverteilungsmaschinerie.



Letzte Aktualisierung ( Samstag, 26. Juli 2008 )
 
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