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Free mp3: Scott Mc Kenzie - San Francisco, 1967 PDF Drucken E-Mail
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Summer of Love, Love Generation, San Francisco, Haight-Ashbury, Alternativ, Am 24. Januar 1967 war es erstmals ausgesprochen: "Love Generation". Allen Cohen von der Alternativkulturbewegung erklärte, dass er in einem "Sommer der Liebe" 100.000 Hippies in San Francisco erwarte. Der Polizei-Chef fragte, wie in einem Englischkurs: "You're sort of the love generation, aren't you?"
  

:::Freiklick:::>   Die Sommer der Liebe - Bilderstrecke

Flower power.  Hippies, sexuelle Befreiung, Vietnam, Jimi Hendrix, Woodstock, Hair - die 1960er waren vollgestopft mit radikalen Befreiungsversuchen in jeglicher Hinsicht. Der Sommer des Jahres 1967 war wie eine Initialzündung hierzu. Wissen.de hat eben eine Fotostrecke "Die 1960er Jahre" online gestellt. Freiklick bemüht sich hier um die Hintergründe dazu. Schliesslich ist das Thema längst aus dem Poesiealbum der 60er zum Thema der Geschichte des 20. Jahrhunderts herausgewachsen.

Summer of Love. Der Sommer 1967 wurde von vielen aktiven Gruppen und Bands als der "Summer of Love" ausgerufen. Dieser "Sommer" begann bereits mitten im Winter mit dem Human Be-In, einem Happening, das am 14. Januar im Golden Gate Park stattfand. Es war eine rauschende Party mit psychedelischer Musik, kostenlosen LSD-Trips und friedlichem Beisammensein. Es war der Anfang von unzähligen "Sit-In", "Be-In" und "Love-In". Unter den Teilnehmern befanden sich Timothy Leary, Allen Ginsberg und Jefferson Airplane. Tausende junge Leute versammelten sich im Stadtteil Haight-Ashbury von San Francisco und folgten ihren Träumen von einer besseren Welt. Haight Ashbury gilt als die Geburtsstätte der amerikanischen Hippiebewegung. Die Welt beobachtete das Phänomen einer ganz neuen farbigen und exotischen Kultur, sowohl in der Musik, in der Kunst, in der Kleidung und nicht zuletzt eben auch in der Haartracht. Berühmtheiten wie Scott McKenzie und The Byrds sangen vor hunderttausenden Hippies.

:::Freiklick:::> Free mp3:  Scott Mc Kenzie - San Francisco, 1967

San Francisco Polizei-Chef Thomas Cahill. Man übersieht allzu leicht, dass in Wirklichkeit bereits 1967 die Hippiebewegung symbolisch zu Grabe getragen wurde. Man sprach zwar von diesem Jahr noch als "Sommer der Liebe" und der Begriff "Love Generation" wurde am 24. Jänner 1967 von dem San Francisco Polizei-Chef (von 1958-1970) Thomas Cahill geprägt . Allen Cohen, eine in der Gegenkultbewegung anerkannte Leitfigur, hatte damals in einer Pressekonferenz angekündigt, dass er an die 100.000 Hippies zu einem "Summer of Love" in San Francisco erwarte. Die Haight Independent Proprietors (eine alternative Kaufleutegenossenschaft des Hippie-Stadtteils Haight) hielt eine Versammlung mit dem Polizeichef Thomas Cahill als Redner ab. Aus dieser Rede ist die Frage "You're sort of the Love Generation, aren't you?" überliefert und damit der Begriff "Love Generation" zum ersten Male ausgesprochen.

:::Freiklick:::>  The Haight-Ashbury 30 Years Ago (engl.)

Gegenkultur. Es war in der zweiten Hälfte der Sechziger, als die Hippies mit ihren bunten Kleidern und den langen, teilweise blumengeschmückten Haaren zur Gegenkultur wurden. Der Begriff "Hippie" entstand aus dem anglo-amerikanischen Begriff "Hipster" und dem darin enthaltenen Wort "Hip". "Hipster" wurden in den 1940er und 50er Jahren Menschen genannt, denen man nichts vormachen konnte, die den "Durchblick" hatten. "Hip sein" bedeutet Bescheid zu wissen, aus eigenen tiefen Erfahrungen die Welt ohne Illusionen zu sehen, also "weise" zu sein. Ursprünglich wurden als "Hipster" schwarze Jazz-Musiker in den U.S.A. bezeichnet, die von Auftritt zu Auftritt zogen und mit ihrem freien Lebensstil viele Nachahmer fanden. Ein Zitat aus der Autobiographie von Malcolm X (erschienen 1965), in dem der Begriff "Hippie" gebraucht wird: "A few of the white men around Harlem, younger ones whom we called "hippies", acted more Negro than Negroes. They talked more "hip talk" than we did."

:::Freiklick:::> SAN FRANCISCO ORACLE Facsimile Edition (edited by Allan Cohen)

Gammler. Die "Hippies" in den 1960er und 70er Jahren gingen viel weiter als die "Hipsters". Sie grenzten sich aufgrund dieser Ein- und Ansichten mit einer ausgeprägten Protesthaltung möglichst weit von der bürgerlichen Gesellschaft ab und bildeten eine Sub- bzw. Gegenkultur. Das Wort "Hippie" wurde dadurch in der konservativen Bürgerlichkeit zum Schimpfwort: "Gammler", "Langhaarige", "Asoziale". Eine freie Lebensweise, lange Haare, bunte Kleidung, Musik waren ihre Signatur. Als Zeichen für ihre Friedfertigkeit und Gewaltlosigkeit steckten sich die Demonstranten Blumen ins Haar. Legendär das Bild, als Studenten während der Demonstrationen an der Berkeley-Universität den Soldaten der Nationalgarde Blumen in die Gewehrläufe steckten.

:::Freiklick:::>   HAIGHT-ASHBURY in the SIXTIES (Sounds, Video, Clips)

Protest. Dabei fielen sie nicht über Nacht vom Himmel. Neben den Beat-Poeten Allen Ginsberg und William Burroughs war die Musik der Auslöser für ihren Protest gegen Krieg und Wohlstands- und Konsumgesellschaft. Bob Dylan begründete 1964 den Folk-Rock und schlug mit seinen Songs scharfe Töne der Sozialkritik und der Antikriegsideen an. Joan Baez schloss sich mit ihren Protestsongs noch unmittelbarer der Widerstandsbewegung an. Aus England kam die Musik der Beatles und Rolling Stones. Die Gruppe "The Byrds" verschmolz all diese musikalischen Einflüsse, mit ihr startete in Amerika die erste Hippie-Band. Der Gipfel ihrer Popularität lag in den Jahren 1965 bis 1967; in dieser Zeit hatten sie drei große Hits: eine Cover-Version von Bob Dylans "Mr. Tambourine Man", dann Pete Seeger-Song "Turn! Turn! Turn!" und das psychedelische "Eight Miles High".

:::Freiklick:::>   Video - You Tube - Scott McKenzie San Francisco Monterey 1967

If you're going to San Francisco
Be sure to wear some flowers in your hair
If you're going to San Francisco
You're gonna meet some gentle people there

For those who come to San Francisco
Summertime will be a love-in there
In the streets of San Francisco
Gentle people with flowers in their hair

All across the nation such a strange vibration
People in motion
There's a whole generation with a new explanation
People in motion people in motion

For those who come to San Francisco
Be sure to wear some flowers in your hair
If you come to San Francisco
Summertime will be a love-in there

If you come to San Francisco
Summertime will be a love-in there

Make Love not War.  Scott McKenzie sang: "If you´re going to San Francisco, be sure to wear some flowers in your hair." Die Beatles stellten ihren Song "All you need is love" in der ersten transkontinentalen Live-Fernsehübertragung vor. Hunderttausende "Hippies" trafen sich auf Festivals, um ihre Lebens- und Protesthaltung "Love and Peace and Happiness! Liebe und Frieden und Glück!", "Make Love not War. Flowerpower!", "Free Love! Free Sex!", "Freedom! Frei sein!" öffentlich zu leben. Es sind die Jahre der schweren Rassenunruhen in den USA mit den Morden an Malcolm X und Dr. Martin Luther King, der US-Bombardierungen in Nordvietnam und des Prager Frühlings. Die unzähligen Musikbands, die Hippie-Kommunen, die LSD-Szene und die Künstler von Andy Warhol bis Frank Zappa. Sie alle propagierten für ein Leben ohne Zwänge und bürgerliche Tabus.

:::Freiklick:::> This Is HAPPENING, November, 1967

Drogen. Eine eigentliche Drogen-Szene gab es in der Entstehungsphase des Untergrundes nicht; Drogen wie Hasch und LSD, die nicht suchtbildend wirken, wurden von den Gurus der Bewegung nur temporär zur "Bewusstseinserweiterung" empfohlen. Als jedoch der intendierte Wandel der Umwelt durch "love" und durch "flower power" sich nicht unmittelbar realisierte, verlegten viele den Akzent von der allgemeinen Veränderung einseitig und absolut auf die individuelle. Innerhalb dieses Prozesses falscher Verinnerlichung sollte die Droge die Betroffenen "von den hinderlichen Einflüssen der Außenwelt reinwaschen". (Allen Cohen). Was der verstärkte Drogen-Konsum indessen tatsächlich bewirkte, war keine "Purifizierung der Individuen", sondern deren Passivierung und Isolation. Nur konsequent wurde die Droge nun zum Rauschmittel; womit sich eine verselbständigte Drogen-Szene herausbildete, die bald mit dem Untergrund nichts mehr zu tun hatte und in die kriminellen Sektoren der Subkultur abglitt.

Open-Air Festivals. Gipfelerlebnisse der Hippie-Kultur waren die großen Open-Air Festivals, angefangen mit den Human-Be-In im Golden Gate Park in San Francisco, das Monterrey Pop Festival, dem Free Concert der Rolling Stones im Londoner Hyde-Park, bis hin zu Woodstock, wo sich im August 1969 eine halbe Million Freaks versammelten. Bis zum Jahr 1970 hatte sich die Hippiebewegung in diverseste Fraktionen mit unterschiedlichster Ausrichtung gespalten. Viele zogen sich vollständig aus der Politik zurück, gründeten Kommunen und versuchten im Einklang mit der Natur zu leben. Andere schlossen sich den immer mehr aufkommenden Sekten an oder wendeten sich alternativen Religionen zu. Nachdem die ältesten der 60'er-Generation vom Campus in den Arbeitsmarkt wechselten, absorbierte die nüchterne Arbeitswelt rasch ihre radikalen Einstellungen und sie wurden Teil des von ihnen einst so verabscheuten Establishments. Geführte Bustouren durch Haight-Ashbury gehören zum Pflichtprogramm eines San Francisco Besuchers.

Software. Die Hippiekultur produzierte "Software" - Musik, Texte, Design; doch die "Hardware", die Promotion und den Vertrieb, besorgten andere. Besonders im musikalischen Bereich setzte diese Bewegung Meilensteine. Mit den Beatles setzte sich der Beat durch, Bob Dylan brachte sozialkritische Texte in die Musik und mit The Grateful Dead, The Doors und Jimi Hendrix hielt der psychedelische Rock Einlass in die Plattensammlungen. Die Wirtschaft begann, die Hippie-Kultur zu vermarkten und zu kommerzialisieren. Ein Markt rund um die Hippie-Kultur entstand. Liebesperlen, Weihrauch, marokkanische Kleider, Blue Jeans, Wasserbetten waren auf dem Markt plötzlich "hip". Die Rockmelodien fanden ihren Weg zur Hintergrundberieselung in Supermärkten, die Farborgien der psychedelischen Mode (z.B. Batik) wurden bald von Bekleidungsherstellern als Massenware produziert. Hollywood verdiente mit der Produktion von Filmen, die die rebellische Jugendkultur portraitierten, z.B. "The Graduate" (1967) oder "Easy Rider" (1969). "Woodstock" (1969) war ein letzter Höhepunkt. Ein Marktplatz im Vergleich zu den vorhergehenden spontanen Festivals - ohne Eintritt und Gagen. In diesem Jahr erschütterte eine Mordserie die Vereinigten Staaten: Grausamste Tat war das Blutbad an der hochschwangeren Filmschauspielerin Sharon Tate und vier weiteren Opfern. Die Rockmusik war zunehmend zum reinen Geschäft geworden. 1971 hatten zudem Brian Jones, Janis Joplin, Jimi Hendrix und schließlich Jimi Morrison den Tod gefunden.

Viele Ideen der Hippies waren jedoch zum Allgemeingut geworden von der gesünderen Lebensführung bis zur Mode. Die Veränderungen dieser Zeit haben aber durchaus zu einem anhaltenden Wertewandel geführt, der auch heute noch die westliche Kultur prägt.

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 2. September 2007 )
 
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