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Andreas Vesalius digital PDF Drucken E-Mail
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 Digitalisate, Veswalius, Biologie, Buchdruck, HolzschnittEine wegweisende Digitalisierung der ersten neuzeitlichen Beschreibung und Illustration des gesamten menschlichen Körpers von Andreas Vesalius zeigt die Northwestern University. Vesalius war der Autor des ersten kompletten Lehrbuchs der menschlichen Anatomie "De Humanis Corporis Fabrica".
 

Vesalsche Skelett . Vesalius gab dem Studium der Anatomie an Hand von Sektionen menschlicher Leichen, die die durch Tiersektionen bedingten Fehler in der Anatomie Galens korrigieren konnte, eine neue Richtung, besonders durch sein Buch "De humani corporis fabrica" ("Über den Bau des menschlichen Körpers", 1543). Diese Schrift kennzeichnet den Beginn der modernen Anatomie. Das von Vesalius präparierte, so genannte Vesalsche Skelett ist das älteste Stück der anatomischen Sammlung in Basel. Es handelt sich dabei um die sterblichen Überreste des Verbrechers Jakob Karrer von Gebweiler, der 1543 zergliedert und präpariert wurde.

:::Freiklick:::>   Retrodigitalisat "De humani corporis fabrica" - Northwestern University (US)

Zum Tode verurteilt. Andreas Vesalius (geboren 31. Dezember 1514 in Brüssel, gestorben 15. Oktober 1564 bei einem Schiffbruch nahe der griechischen Insel Zakynthos) studierte in Löwen und Paris, widmete sich besonders anatomischen Arbeiten. Während der Kriege zwischen Karl V. und Franz I. begleitete er die kaiserliche Armee als Arzt und Chirurg, wurde dann nacheinander Professor in Padua, Pisa, Bologna und Basel und 1544 erster Leibarzt Karls V., später Philipps II. Schon sein Vater war habsburgischer Leibapotheker.

1537 ging er an die Universität Padua und promovierte dort. In Anerkennung seiner hervorragenden Kenntnisse erhielt Vesalius vom venezianischen Senat einen fünfjährigen Zeitvertrag als Professor für Chirurgie mit Lehrverpflichtung zur Anatomie. In diesen fünf Jahren schuf Vesalius sein anatomisches Lebenswerk. Er hielt seit 1540 Vorträge über Anatomie in Basel.Bereits 1543 veröffentlichte Vesalius bei dem Basler Drucker Johannes Oporinus sein epochales Werk "De humani corporis fabrica". Darin vertrat er gegen die allgemeine Überzeugung die Einstellung, allein die menschliche Leiche sei als zuverlässiger Weg zur Erkenntnis des Körperbaus zulässig und erkannte als Erster, dass Galens Arbeiten zur Anatomie sich auf Tiere bezogen.

Darwin. Er entwickelte darin auch, sich dabei auf Plinius beziehend, eine Theorie der Abstammung des Menschen vom Affen über Pygmäen hin zum Menschen. Als Leibarzt lebte er meist in Madrid, wurde von der Inquisition als Zauberer zum Tode verurteilt, von Philipp II. aber zu einer Pilgerfahrt nach Jerusalem begnadigt. Auf der Rückreise erlitt er bei der Insel Zante Schiffbruch und ertrank.


 

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 23. November 2008 )
 
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