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3. Juni 1980 PDF Drucken E-Mail
Vernetzte Gesichtspunkte - Ges(ch)ichtspunkte
Joseph Beuys,  Louwrin Wijers, Rembrandt, Gesamtkunstwerk, Soziale Plastik, Bildhauerei, Skulptur, Joseph Beuys liefert im Gespräch mit Louwrin Wijers am 3. Juni 1980 einen Schlüsseltext: Erweiterter Kunstbegriff, Soziale Plastik und Gesamtkunstwerk. Er formuliert: "Das ist der Anthropologische Kunstbegriff, der einen auch berechtigt zu sagen: Jeder Mensch ist ein Künstler".
  

Erweiterter Kunstbegriff. Das Interview mit Louwrin Wijers gilt als einer der Schlüsseltexte zu Joseph Beuys zu dem von ihm formulierten "erweiterten Kunstbegriff": "Ja, aber ich sage nicht, jeder Mensch ist ein Maler, oder ich sage nicht: Jeder Mensch ist ein Zeichner. Das bezieht auf die Begriffe von verschiedener Arbeit überhaupt. Das heißt, an den Arbeitsplätzen, im Krankenhaus, in der Industrie, bei der Eisenbahn, auf der Universität, da müsste sozusagen ein neuer Kreativitätsbegriff da sein, der aber die Konsequenz hat, dass man dieses System versteht. Das ist der Anthropologische Kunstbegriff, der einen auch berechtigt zu sagen: "Jeder Mensch ein Künstler". Denn ich sage doch nicht: "Jeder Mensch kann ein Rembrandt sein". Das kann man natürlich nicht. Und wenn ich das nicht deutlich sagen kann, dann passe ich einfach nicht in so eine Sendung herein... Ja... Und wenn das nicht eine wichtige Sache ist, die in diese Richtung zielt, dann hat das gar keinen Sinn..."
:::Freiklick:::>   Anhören: Joseph Beuys (1970) - Ja Ja Ja Ja Ja, Nee Nee Nee Nee Nee
In einem Stapel aus 20 Filzplatten liegt eine Tonbandspule, auf welcher Beuys zusammen mit Hennig Christiansen und Johannes Stüttgen einen endlosen Monolog spricht: "Ja Ja Ja Ja Ja, Nee Nee Nee Nee Nee". Diese im rheinischen Dialekt vertraute Äußerung für alles und nichts wird hier in ihrer Reinform zum ironischen Sinnbild der unaufhebbaren Dialektik des alltäglichen Lebens. Die – streng logisch gesehen – sinnentleerte Ambivalenz von Ja/Nein ist als menschliche Äußerung dennoch die genaue Beschreibung einer Gemütslage.
:::Freiklick:::>   Joseph Beuys Multiples
... Nein, sie sollten nicht auf dem Papier etwas machen, womit sie nur imitieren was andere Künstler auch schon machen. Sie sollten erst einmal darüber nachdenken, wie sie sich als Mensch überhaupt selber empfinden, und sie sollten das auf Papier darstellen, im Zeichnen, aber auch in Schrift, in Gedanken. Also, ich wollte immer die Menschen auch einmal anmahnen, mit ihrem Denken zu beginnen. Also, ob sie sich selbst verantworten können, ob sie zufrieden sind, wie sie sich im Leben fühlen, was sie als mangelhaft empfinden, was sie bei ihren Kindern feststellen, und so weiter, und so fort. Das wäre für mich doch die eigentliche kreative Aufgabe.
:::Freiklick:::>   Anhören: Joseph Beuys - Sonne statt Reagan als MP3
Aus dem Land das sich selbst zerstört und uns den "way of life" diktiert
da kommt Reagan und bringt Waffen und Tod
und hört er Frieden sieht er rot.
Er sagt als Präsident von USA Atomkrieg? –
Ja bitte dort und da
ob Polen Mittler Osten Nicaragua
er will den Endsieg das ist doch klar.

Doch wir wollen: Sonne statt Reagan ohne Rüstung leben! Ob West ob Ost auf Raketen muss Rost! Wir wollen: Sonne statt Reagan ohne Rüstung leben! Ob West ob Ost auf Raketen muss Rost!

Er will die Säcke im Osten reizen die auch nicht mit Atomen geizen
doch dein Krieg um hirnverbrannte Ziele
der läuft nicht Reagan – wir sind viele! Hau ab mit deinen Nuklearstrategen
deinen Russenhassern deinem Strahlenregen
Mensch Knitterface der Film ist aus
nimm’ die Raketen mit nach Haus!

Denn wir wollen: Sonne statt Reagan ohne Rüstung leben! Ob Ost ob West Kalten Kriegern die Pest! Wir wollen: Sonne statt Reagan ohne Rüstung leben! Ob Ost ob West Kalten Kriegern die Pest!

Dieser Reagan kommt als Mann der Rüstungsindustrie
but the peoples of the States don’t want it – nie! und den wahren Frieden wird’s erst geben
wenn alle Menschen ohne Waffen leben.

Wir wollen: Sonne statt Reagan ohne Rüstung leben! Ob West ob Ost auf Raketen muss Rost! Sonne statt Reagan ohne Rüstung leben! Ob Ost ob West Kalten Kriegern die Pest!
:::Freiklick:::>   Joseph Beuys Photographien
Gesamtkunstwerk. Das zentrale Anliegen von Joseph Beuys war die Erweiterung des tradierten Kunstbegriffs hin zu einer "anthropologischen Kunst", in der der Mensch Mittel- und Ausgangspunkt ist. In diesem Zusammenhang entwarf Beuys seinen Begriff von der "sozialen Plastik", der das Wirkungsfeld der Kunst auf alle menschlichen Tätigkeitsbereiche, besonders aber Gesellschaft, Kultur, Politik und Ökologie, ausdehnte. Sein berühmt gewordener, aber meist missverstandener Satz "Jeder Mensch ein Künstler" meint nicht die Einbeziehung der Sonntagsmaler und Laienkunst ("Kunst als Freiraum"), sondern ein ästhetisches Konzept, das Leben und Welt des Menschen als "Werk" auffasst, an dem jeder Mensch mitwirkt ("Kunst als Verwirklichung von Freiheit"). Die Bewusstmachung dieses Prozesses ist Aufgabe der Kunst. Auf das Lebenswerk von Beuys trifft in besonderem Maß der Begriff des Gesamtkunstwerks zu, der aus dem 19. Jahrhundert stammend das Zusammenfließen und -wirken verschiedener Gattungen (bildende Kunst, Musik, Theater, Literatur, aber auch Lebensstil) unter der Regie eines Künstlers oder einer Künstlergruppe bezeichnet.
:::Freiklick:::>   Ansehen: BAP & Joseph Beuys - Sonne statt Reagan als Video
Soziale Plastik. Joseph Beuys benannte damit eine "völlig neue Kategorie der Kunst". Der Künstler suchte einen "sozialen Kunstbegriff", der den Veränderungen in der Gesellschaft entsprechen sollte – bzw. eine Kunst bezeichnet, die zu notwendigen Veränderungen in der Gesellschaft beitragen sollte. Ausgangspunkt der "sozialen Plastik" ist Beuys’ Beobachtung, dass sich die Menschen immer mehr von ihrem Leben, ihrer Arbeit und von ihrer "Kreativität", was Beuys besonders wichtig war, entfremden. Dieser gesellschaftlichen Situation setzt Beuys die "soziale Plastik" entgegen, die man sich einerseits ganz bildhauerisch vorstellen kann: die Gesellschaft als zu formendes Gebilde. Grenzüberschreitendes Denken, Sprechen und Agieren sind plastische, das Bewusstsein erweiternde Handlungen.
:::Freiklick:::>   Anhören: Joseph Beuys Interview experimentell im Ambientstyle mit Didgeridoo und Trip Hop vertont.
Joseph Beuys sprengt den Skulpturbegriff am radikalsten, indem er Denken, Sprechen und Tun als plastische Handlung begreift und damit das Leben zur "sozialen Plastik" erklärt. In seinen plastischen Bildern versuchte Joseph Beuys Natur, Mythos, Wissenschaft und Alltagsleben eins werden zu lassen. Er hat mit dem Begriff der "Sozialen Plastik" die Kunst um den Wärmebegriff erweitert. Seine Ideen sah er nicht als subjektive Erfindungen, sondern als naturgesetzgleiche Prinzipien im Bereich des sozialen Lebens. Mit der Parteiengründung für "Direkte Demokratie durch Volksabstimmung", der "Freien Universität für Interdisziplinäre Forschung"(FIU) und Projekten wie "7000 Eichen" und "Honigpumpe am Arbeitsplatz" und der Mitgründung der Partei "Die Grünen", setzte Beuys seine Ideen in Praxis um. Die Grünen vermochten allerdings nicht seinen Vorstellungen zu folgen.
:::Freiklick:::>   Abschiedssymphonie.mp3              
des dänischen Komponisten Henning Christiansen mit Nam June Paik (p, voice) und Joseph Beuys (telephon) von 1988.
Lag Beuys Arbeitsschwerpunkt in den fünfziger Jahren zunächst auf Zeichnungen, so erweiterte Beuys die Breite seines Schaffens auf alle zur Verfügung stehenden Medien seiner Zeit, mit dem Ziel der Umwandlung von Erstarrtem hin zu einer auf den Menschen bezogenen schöpferisch, lebendigen Gestalt. In der Durchforschung der Felder Natur, Geistesleben, Wirtschaftsleben und Rechtsleben bezieht sich sein Tun auf ein zu bildendes neues Ganzes, der Welt als einem Gesamtkunstwerk.
:::Freiklick:::>   Biographie: Joseph Beuys, 1921-1986  
Beuys, Joseph (1921-1986), deutscher Künstler. Er gehört zu den wegweisenden Künstlern in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Joseph Beuys wurde am 12. Mai 1921 in Krefeld geboren. Er wuchs in Kleve und dem nahe gelegenen Rindern auf und zeigte schon früh vielseitige Interessen für Naturwissenschaften, Musik und Bildhauerei, Kulturgeschichte und Philosophie. Im Alter von 17 Jahren beeindruckten ihn Reproduktionen von Skulpturen Wilhelm Lehmbrucks.
:::Freiklick:::>   Joseph Beuys im Diözesanmuseum, Köln
Nach dem Abitur in Kleve wollte Beuys 1940 ein medizinisches Studium aufnehmen, erhielt aber seine Einberufung, wurde bei der Luftwaffe ausgebildet und als Sturzkampfflieger in der Ukraine eingesetzt. Die Folgen eines Absturzes auf der Krim im Winter 1943 wurden für ihn zu einer auch künstlerisch prägenden Erfahrung. Nomadisierende Tartaren bargen den Schwerverletzten und retteten ihm das Leben, indem sie ihn mit Fett einrieben und in Filz einwickelten. Filz und Fett wurden später zu den bevorzugten und symbolträchtigen Materialien seiner bildhauerischen Arbeit. Bis Kriegsende wurde Beuys noch vier Mal verwundet. In seinem späteren Werk spielten die Themen Krankheit und Verletzung – allerdings in einem ins Metaphorische erweiterten Sinn – eine große Rolle. Der ständig getragene Filzhut, der später, als er einer der berühmtesten Künstler seiner Zeit war, zu einer Art Markenzeichen seiner Person wurde, diente ihm eigentlich als Schutz einer alten Kopfverletzung (Silberplatte).
:::Freiklick:::>   Die Soziale Plastik beginnt beim Hören
Nach dem Krieg studierte Beuys von 1947 bis 1952 Bildhauerei an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf. Anschließend war er bis 1954 Meisterschüler bei Ewald Mataré und Joseph Enseling. 1961 übernahm er den Lehrstuhl für monumentale Bildhauerei, der ihm 1972 wegen massiver Streitigkeiten mit dem damaligen Bildungsminister Johannes Rau entzogen wurde. 1978 erklärte das Verwaltungsgericht die Kündigung als nicht rechtmäßig, Beuys wurde wieder Professor in Düsseldorf und engagierte sich bald darauf bei der Gründung der Partei der Grünen. Er starb am 23. Januar 1986.

 LEX: BEUYS JOSEPH

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 2. Juni 2009 )
 
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