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Puirt A Beul - Celtic Mouth Music (Free mp3 - Texte - Noten) PDF Drucken E-Mail
Freie Ohren - Free mp3s
Puirt A Beul  - Celtic Mouth Music  (Free mp3 - Texte - Noten)Oft hält man Celtic Mouth Music (Puirt A Beul - gälische Mundmusik) für an die Wurzeln des ethnischen Gesangs führend, welche tief und unverfremdet die Seele der Sänger und Sängerinnen - sozusagen als "völkischen" Urton -  fühlen läßt. Gegen solche esoterische und völkische Vereinnahmung gibt es mehr als einen Einwand zu erheben.
  

Eher soziale denn ethnische Ursachen. Puirt A Beul ist Tanzmusik oder Arbeitsgesang.  Tanzmusik, wie die bekannten Reels, wird oft durch die Geige – die Fiddle – bestimmt, doch es gibt eben auch mündlich dargebrachte Tanzmusik –  Puirt A Beul – eine Begleitung durch gesungene Silben, womit sich die Leute zu helfen wussten, die nur wenige oder gar keine Instrumente besaßen. Mouth Music wurde gemacht, wenn man Musik machen wollte aber keine Instrumente (zur Verfügung) hatte. Dabei mögen Melodien und Rythmen durchaus praktizierten "geräteabhängigen" Musikbeispielen folgen.

Die arme Landbevölkerung hatte im Allgemeinen keinen Dudelsack, geschweige denn Zeit den zu erlernen und schon gar nicht wenn ihre Mundmusik Arbeitslied gegen das Arbeitsleid war. Eher war sie kreative politische Selbsthilfe oder gar Suberversion. Dies war besonders in Schottland der Fall, als die Engländer die traditionellen schottischen Instrumente, allen voran natürlich den Dudelsack, verboten hatten, nachdem sie den zweiten Aufstand der Jacobiter 1745 blutig niedergeschlagen hatten. Denkbar auch als Reaktion und religiöse puristische Opposition gegen den Mitte des 19. Jahrhunderts erreichten Höhepunkt an der Verwendung von Musikinstrumenten in der Kirche, die die Laien selbst bei der Kirchenmusik von der Teilnahme an den religiösen Riten auszuschließen drohte.
:::Freiklick:::>   Anhören: Celtic Mouth Music (11 free mp3s)   
    1. Audrey Saint-Coeur, Diddlage 0:33
    2. John MacDonald, Strathspey | The Reel Of Tulloch 0:48
    3. Yann-Fanch Kemener, Marie Louise (excerpt) 2:29
    4. Tommy Gunn, Lilting With Fiddle, Guitar And Bones 0:52
    5. Gordon Easton, The Drunken Piper 0:42
    6. Josie McDermott, The Collier's Reel 1:00
    7. Tim Lyons, Within A Mile Of Dublin 1:30
    8. Paddy Tunney, Scots Bagpipe Lilts 1:00
    9. Annie Johnston, Bird Imitations 1:26
    10. Les Charbonniers de l'Enfer, La Luette En Colere (The Angry Uvula) 1:59
    11. Frank Quinn, The Four Courts Reel 2:51

:::Freiklick:::>   Puirt-a-beul: Texte + Noten           
Celtic Mouth Music - Puirt A Beul. "Töne des Mundes" - wie Mouth Music im gälischen Original heißt, bezeichnet den traditionellen gälischen Sprechgesang, der in Irland, Schottland, Neuschottland und auf der Kap-Breton-Insel noch praktiziert wird. Er besteht oftmals nur aus sogenannten Vocabuls, eigentlich sinnlos aneinander gereihten Tonsilben, manchmal wird aber auch auf Englisch, Bretonisch oder Gälisch gesungen. Die Zunge selbst wird zum Instrument und erzeugt ein ungeheures Spektrum von Klangbildern- und farben, von einfach- bescheiden, teils an Maultrommeln erinnernd, dann wieder grotesk, wehmütig bis orchestral.

Musiktraditionen. Bis in die Gegenwart haben sich in Irland und Schottland eigentümliche Musiktraditionen erhalten: "sean nós" der unbegleitete Sologesang, ausdrucksstark und reich an Verzierungen. "Piobreachd" die ins Mittelalter reichende Variationskunst der schottischen Dudelsackspieler; "waulking song" und "Puirt A Beul" mit ihren magischen Rhythmen. Die wesentlichen Elemente des "Puirt a beul" sind der Rhythmus und die Melodie, es sollte Musik zum Tanzen sein. Die Lyrik ist zweitrangig, die Texte sind häufig (für damalige Verhältnisse) anstössig und ergeben manchmal auch keinen Sinn. In dieser Hinsicht ähnelt "Puirt a beul" dem Scat oder den dadaistischen Lautgedichten. Normalerweise wird "Puirt a beul" nur von einem Sänger, mit einer unbeschwerten, lauten Stimme im 4/4- oder 6/8-Takt vorgetragen.
Die ursprüngliche irische Folklore geht eben auf diese rhythmische Gesangsstücke zurück, die nicht instrumental begleitet wurden, sog. Puirt a beul ("mouth music bzw. lilting"). In militärischen Zusammenhängen wurden außerdem Dudelsäcke und Trommeln eingesetzt. Erst im 18. Jahrhundert kamen die Instrumente hinzu, die den Sound der irischen Folklore heute prägen. Das waren insbesondere die Fiddle (Geige), Tin Whistle (Metallflöte), Bodhrán (Irische Rahmentrommel), Uilleann Pipes (ein Dudelsack), Akkordeon irisch: "Button box" und Holzquerflöte irisch: "Flute", aber auch das Klavier und die Mandoline bzw. Mandola. Seit den sechziger Jahren fanden auch die Gitarre und die irische Bouzouki Einzug in das traditionelle Instrumentarium. Dieses Assimilieren von Instrumenten stellt eine Entwicklung dar, die bis heute anhält. So werden im modernen und multikulturellen Irland alle denkbaren Klangerzeugungsmöglichkeiten und musikalischen Strömungen aufgegriffen.
Der Dudelsack ist eines der bekanntesten Merkmale der schottischen Kultur. Der Dudelsack stammt aus Kleinasien, hat aber für Schottlands Kultur besondere Bedeutung erlangt und wird mit ihr assoziiert.  Typisch wird später die Verwendung akustischer Instrumente, wie die Gitarre, die Mundharmonika, die Geige, der Dudelsack und die Flöte.

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Letzte Aktualisierung ( Samstag, 14. Februar 2009 )
 
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